Am 30. Januar 2025 stand bei der dritten Veranstaltung der Reihe „Görlitz grenzenlos vernetzt“ das Ankommen neuer Mitarbeitender in der Region im Mittelpunkt. Im ENERGY Business & Event Space auf dem Innovationscampus Görlitz diskutierten Unternehmen, Institutionen und Projekte praxisnah über zentrale Erfolgsfaktoren für die Integration neu zugezogener Fachkräfte – mit besonderem Fokus auf Wohnen, Interkulturalität und Onboarding.
Ziel der Veranstaltung war es, Herausforderungen sichtbar zu machen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam konkrete Lösungsansätze für Unternehmen und Organisationen in Görlitz zu entwickeln.
Gemeinsamer Auftakt : Untersuchung von DZA und Hochschule Zittau/Görlitz
Zum Auftakt präsentierten Alexander Welk vom Deutschen Zentrum für Astrophysik (DZA) und Prof. Dr. rer. pol. Falk Maiwald von der Hochschule Zittau/Görlitz erste Erkenntnisse aus einer aktuellen Untersuchung zu den Rahmenbedingungen für das Ankommen neuer Mitarbeitender in der Region.
Dabei wurde deutlich, dass erfolgreiches Recruiting nicht mit der Vertragsunterschrift endet. Entscheidend sind vielmehr die Bedingungen vor Ort – insbesondere beim Wohnen sowie beim sozialen und interkulturellen Onboarding. Gerade für Fachkräfte, die neu nach Görlitz ziehen oder aus dem Ausland kommen, spielen diese Faktoren eine zentrale Rolle für eine langfristige Bindung an Unternehmen und Standort.
Impulse aus Wirtschaft und Praxis
Im Anschluss gaben Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen und Projekten Einblicke in ihre Erfahrungen aus der Praxis. In kurzen Panel-Talks wurden unterschiedliche Perspektiven auf das Ankommen neuer Mitarbeitender vorgestellt.
Axel Krüger von der Well Come AG sprach über Unterstützungsangebote für Zuziehende und betonte die wichtige Rolle lokaler Netzwerke bei der Integration neuer Fachkräfte.
Theresa Liebich vom Städtischen Klinikum Görlitz gGmbH schilderte die Herausforderungen im Onboarding internationaler Mitarbeitender und zeigte auf, wie strukturierte Prozesse und eine offene Unternehmenskultur den Einstieg erleichtern können.
Tim Demski von JobVenture stellte Ansätze für Begleitung und Coaching neuer Mitarbeitender vor und erläuterte praxisnahe Lösungsansätze für Unternehmen.
Die Impulse lieferten wertvolle Denkanstöße und bildeten die Grundlage für den anschließenden Workshop.
Workshops : Praxisnah Lösungen entwickeln
Ein zentraler Programmpunkt waren drei Workshops, in denen die Teilnehmenden gemeinsam an praxisnahen Lösungsansätzen arbeiteten :
- Wohn(t)räume in Görlitz – Unterstützung für Zuziehende
Moderiert von Axel Krüger (Well Come AG /DZA) stand die Frage im Mittelpunkt, wie neue Mitarbeitende – sowohl aus anderen Regionen Deutschlands als auch aus dem Ausland – bei der Wohnungssuche gezielt unterstützt werden können. Gemeinsam wurden Herausforderungen wie begrenztes Wohnungsangebot, unterschiedliche Anforderungen an Lage und Ausstattung sowie sprachliche Barrieren identifiziert. Anhand eines Praxisbeispiels des DZA und eines Brainstormings der Teilnehmenden wurden mögliche Lösungen diskutiert, darunter Kooperationen mit Vermieter:innen, Rotationsmodelle und teilmöblierte Wohnungen. - Interkulturalität
Unter der Leitung von Theresa Liebich (Klinikum Görlitz) und Tim Demski (JobVenture) standen kulturelle Unterschiede, Hürden und Schwellen bei der Integration im Vordergrund. Ziel war es, Strategien zu entwickeln, wie Unternehmen die interkulturelle Zusammenarbeit stärken und Barrieren im Arbeitsalltag abbauen können. - Onboarding – Holen und Halten
Alexander Welk (DZA) moderierte diesen Workshop auf Basis der gemeinsamen Untersuchung zur „Expat Journey“ in Kooperation mit der Hochschule Zittau/Görlitz. Die Teilnehmenden arbeiteten daran, Herausforderungen in der beruflichen und sozialen Integration zu identifizieren, aktuelle Lösungsansätze zu reflektieren und neue Maßnahmen für ein strukturiertes Onboarding zu entwickeln.
Fazit : Gemeinsam Lösungen für das Ankommen entwickeln
Die dritte Veranstaltung der Reihe „Görlitz grenzenlos vernetzt“ zeigte eindrucksvoll, wie wichtig der Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und regionalen Akteuren ist. Durch praxisnahe Impulse, interaktive Workshops und intensives Networking konnten konkrete Ideen und Lösungsansätze für das Ankommen neuer Fachkräfte in Görlitz entwickelt werden.
Die Veranstaltungsreihe trägt damit dazu bei, Görlitz als attraktiven Arbeits- und Lebensstandort weiter zu stärken – sowohl für Unternehmen als auch für internationale und neu zugezogene Mitarbeitende.
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